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Landnutzung

  •  PK Be-L.1: Landbedeckungsänderungen: Erfassung, Ursachen, Prognosen, Maßnahmen
  •  PK Be-L.3: Einfluss der Landnutzungsänderung auf das Niederschlagsverhalten
  •  PK Be-L.4: Ökovolumendynamik
  •  PK Be-L.5: Nachhaltiges Feuermanagement mit Fernerkundung und GIS

Zwischen der Biosphäre einerseits und der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Pedosphäre und der Anthroposphäre andererseits bestehen bekanntlich unterschiedlich intensive Rückkopplungen auf der lokale, regionale und globale Skalenebene. Von fundamentaler Bedeutung sind die kausalen Zusammenhänge zwischen den direkten und indirekten Auswirkungen von „Climate Change“ und der raumzeitlichen Vegetationsdynamik. In dem Themenbereich Landnutzung werden anhand von drei repräsentativen Problemkomplexen die regional-spezifischen Veränderungsprozesse zwischen Landnutzung und Landbedeckung und den sie steuernden Ursachen modellhaft abgebildet und mit Hilfe von so genannten „Decision Support Systems“ (DSS) die Grundlagen für Entscheidungsprozesse generiert.

In dem PK Be‑L.1 „Landnutzungs- und Landbedeckungsänderungen“ wird die zukünftige Landnutzung und Landbedeckung für das obere Ouémé-Einzugsgebiet und das Ouémé-Einzugsgebiet unter Berücksichtigung der IMPETUS-Szenarien berechnet. Durch die Erweiterung des regionalen CLUE-S-Modells mit der XULU-Modellplattform (lokale Maßstabsebene) lassen sich der Einfluss von planerischen Maßnahmen (z.B. Bau von Straßen oder Anlage von Stauseen) auf die zukünftige Landnutzung und Landbedeckung räumlich-explizit abschätzen. Mit dem DSS Landnutzung und Landbedeckung können so kritische Entwicklungen (z.B. „Hot Spots“) in Bezug auf die Ressource Land rechtzeitig erkannt und durch einem planerisch-partizipativen Prozess entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

In dem PK Be‑L.3 „Einfluss von Landnutzung auf zukünftigen Niederschlag“ wird in einem „Bottom-up-Approach“ der Anteil der anthropogen veränderten Landnutzung auf die zukünftig zu erwartenden Verdunstungsraten und Gebietsniederschläge abgeschätzt. Den Rahmen bilden dabei detaillierte Analysen der von den globalen Klimamodellen vorgegebenen Änderungen der beiden Klimaelemente in verschiedenen Regionen Benins. Auf der regionalen und der lokalen Ebene wird eine modellgestützte Kopplung der unterschiedlich hygrischen Reaktionen der verschiedenen Agrarnutzungssysteme mit den regionalisierten Klimamodellen FOOT3DK und LM im Zentrum der Arbeiten stehen.

Durch die flächendeckende Beschreibung des raumzeitlichen Wandels der landwirtschaftlichen Nutzungssysteme in Bezug auf Ökovolumen, Kohlenstoffbilanz, Wassereffizienz lassen sich so verbesserte Modellanalysen über die regional unterschiedlichen Entwicklungen von Niederschlag und Verdunstung für zukünftige Regenzeiten ableiten.

Der dritte PK Be‑L.5 „Feuermanagement für einen nachhaltigen Ressourcenschutz“ besitzt im Kontext der großflächigen Erschließung neuer Agrargebiete (z.B. Gebiet bei Dogué) und der Intensivierung in der landwirtschaftlichen Nutzung eine zunehmend hohe Bedeutung. Parallel mit diesen Entwicklungen haben die Häufigkeit und die flächenhafte Ausbreitung von Buschfeuern überproportional zugenommen. Für ein verbessertes Verständnis der überwiegend negativen Konsequenzen auf den Naturhaushalt, wie z.B. die Abnahme der Biodiversität, der Verlust an Bodennährstoffen oder die Veränderungen im CO2-Haushalt, sind Aussagen über die Effekte der verstärkt künstlich angelegten Feuer auf die zukünftige Entwicklung der Landnutzung und Landbedeckung in Benin sehr wichtig.

Mit der Entwicklung des Monitoringsystems MABFIRE, das in seinem Kernmodul auf frei verfügbaren, täglichen Satellitenbildern zugreifen wird, soll ein nationales Informationssystem geschaffen werden. Dieses Informationssystem kann durch die Verbreitung von analogen und digitalen Feuerkarten an unterschiedliche Nutzer (von der Dorfebene bis zu den zuständigen Land- und Forstwirtschaftsministerien) die Grundlage für einen nachhaltigen Ressourcenschutz leistet.